Wärmedämmung zur Prävention von Legionellen-Kontamination

Armacell Dämm­stoffe schützen Warm- und Kaltwasserleitungen vor unzulässiger Ab­kühlung bzw. Erwärmung. 

armacellMit über 150 Krankheitsfällen dürfte die Legionellen-Epidemie in Warstein der bis dato größte Legionellen-Ausbruch in Deutschland sein. Die Infektionswelle im Kreis Soest hat die Le­gio­nellose (Legionärskrankheit) erneut in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit gerückt und bietet die Chance, das Problembewusstsein in der TGA-Branche erneut zu schärfen. Nach Schätzun­gen des Ro­bert-Koch-Instituts erkranken allein in Deutschland jährlich bis zu 10.000 Men­schen an dieser Form der Lungenentzündung, die durch Krankheitserreger im Wasser übertragen wird. Mögliche Infektionsquellen sind nicht nur kontami­nierte Klimaanlagen, Schwimmbäder oder Whirlpools, auch Fehler in der Planung und Installation von Sanitärin­stalla­tionen können zu einem gesundheitsgefährden­den Anstieg von Legionel­len im Trinkwas­ser führen. Eine der wichtigsten Präven­tivmaß­nahmen ist die kor­rekte Isolierung der warm- und kaltgehenden Trinkwas­serleitun­gen mit ge­eigne­ten Dämmstoffen.

95 % der Legionellose-Fälle werden nicht erkannt

Mit SH/Armaflex Schläuchen lassen sich Leitungen schnell, einfach und sicher dämmen (Foto: Armacell)
Mit SH/Armaflex Schläuchen lassen sich Leitungen schnell, einfach und sicher dämmen (Foto: Armacell)

Legionellen sind Bakterien, die über die zentrale Wasserversorgung in Trink­was­sersys­teme von Gebäuden gelangen können. Sie vermehren sich be­vorzugt in stagnie­rendem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 45 °C. Zur Gefahr werden die Bakte­rien, wenn sie in kleinen Tröpfchen (z.B. als Aerosol beim Duschen) eingeat­met werden. Ins­besondere bei chronisch kranken, bettlä­gerigen und abwehrge­schwächten Menschen können sie eine schwere Form der Lungenentzündung (Legio­nellose) auslösen, die töd­lich enden kann. Da die Symptome denen einer Grippe ähneln, wird die Krank­heit häufig nicht korrekt diagnostiziert. Das Robert-Koch-Institut geht von bis zu 10.000 Erkrankungen in Deutsch­land pro Jahr aus. Nach Ergebnissen einer Studie des Kompe­tenznetzwerks für ambulant erworbene Pneumonien (CAPNETZ) sind sogar fast 4 % aller in Deutschland am­bulant erworbenen Pneumonien auf Legio­nellen zurückzuführen. Da­nach läge die Zahl der Erkrankungen bei 40.000 bis 50.000 pro Jahr und 95 % der Legionellose-Fälle würden trotz Meldepflicht nicht erkannt.

Maßnahmenmix zur Verhinderung mikrobieller Kontamination

Zur Vermeidung eines gesundheitsgefährdenden Anstiegs von Legionellen im Trinkwas­ser gibt es eine Reihe betriebs-, bau- und verfahrenstechnischer Maß­nah­men, die mög­lichst in Kombination zum Einsatz kommen sollten. Neben der Gewähr­leistung einer ständigen Zirkulation des Wassers im Leitungssystem muss die unzu­lässige Ab­kühlung von Trinkwarmwasserleitungen und Erwärmung von ­Kaltwasserlei­tungen verhin­dert wer­den.

Warme Leitungen müssen warm, kalte Leitungen kalt bleiben

Wärmedämmung zur Legionellen-Prävention in Trinkwasserinstallationen: Was ist zu beachten? (Foto: Armacell)
Wärmedämmung zur Legionellen-Prävention in Trinkwasserinstallationen: Was ist zu beachten? (Foto: Armacell)

Für die Dämmung kaltgehender Trinkwasserleitungen sollten aufgrund der Gefahr von Tauwasserbildung ausschließlich geschlossenzellige Dämmstoffe mit hohem Was­ser­dampfdiffusionswiderstand eingesetzt werden. Die Leitungen sind in ausreichen­dem Ab­stand zu Wärmequellen, wie z.B. warmen Rohrleitungen, zu verlegen und zu däm­men. Die DIN 1988-200 nennt Richtwerte für Mindestdämmschichtdicken zur Isolie­rung von Trinkkaltwasserleitungen. Zur Begrenzung der Wärmeverluste von Trink­warmwasser­lei­tungen gelten die Anforderungen der Energieeinsparverordnung. Um ein Legionellenri­siko sicher auszuschließen, empfiehlt die Firma Armacell jedoch auch für Kaltwasserlei­tungen die Dämmschichtdicken gemäß EnEV (An­lage 5, Tabelle 1). Un­ab­hängig von der Einbauart sollten Trinkkaltwasserleitungen grundsätzlich mit einer so genannten 100 % Dämmung vor einer unzulässigen Erwär­mung geschützt werden.

Armacell Dämm­stoffe schützen Leitungen vor unzulässiger Ab­kühlung bzw. Erwärmung

Aufgrund ihrer ausgezeich­neten techni­schen Eigenschaften verhindern die Dämmstoffe AF/Armaflex, SH/Armaflex und Tubolit sicher eine un­zulässige Abkühlung bzw. Er­wär­mung von Warm- und Kaltwasserleitungen und schützen die Anlagen gleichzeitig vor unnötigen Energie­verlusten. Die geschlossen­zellige Materialstruktur verhindert zudem eine nicht zulässige Durchfeuchtung des Dämmstoffes und damit Korrosion an den Leitun­gen. AF/Armaflex, SH/Armaflex, und Tubolit ent­spre­chen den Anforde­rungen der DIN 1988-200 und der Energieeinsparver­ord­nung.

Kontakt: www.armacell.de