Uponor stellt sich in seinen europäischen Segmenten neu auf, um ein profitables Wachstum zu beschleunigen

Uponor wird sein Geschäft und seine Organisationsstruktur im Segment Building Solutions – Europe neu aufstellen, um nach dem schwachen Ergebnis des Segments in letzter Zeit wieder eine gesunde Basis für ein profitables Wachstum zu schaffen. Dazu werden verschiedene Initiativen gestartet, um den Verkauf anzukurbeln und die Kostenbasis zu reduzieren. Die Maßnahmen bei Uponor Infra stehen in engem  Zusammenhang mit der Konsolidierung der Fertigung in Finnland.

uponor„Nach dem Beginn der Finanzkrise im Jahre 2007 haben wir verschiedene Effizienz- und Straffungsprogramme durchgeführt, um kurzfristig auf den starken Rückgang der Nachfrage am Markt zu reagieren. Die anhaltend schwache Nachfrage im europäischen Bausektor sowie rückläufige Umsätze bei gleichbleibend hohen Fixkosten haben zum Einbruch unserer Gewinne in Europa geführt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, sind deshalb grundlegende Veränderungen in unserem Geschäft und in unserer Organisationsstruktur erforderlich“, so Jyri Luomakoski, President und CEO von Uponor.

Ergänzend zu verschiedenen Maßnahmen zur Umsatzsteigerung soll das Restrukturierungsprogramm zu mindestens 25 Millionen € Betriebskosteneinsparungen im konsolidierten Jahresabschluss Ende 2017 führen. Diese Einsparungen verteilen sich auf mindestens 20 Millionen € im Segment Building Solutions – Europe und 5 Millionen € bei Uponor Infra. Die Einmalkosten für diese Maßnahmen werden auf insgesamt 32 Millionen € geschätzt, davon 13 Millionen € in Sachwerten, die zum größten Teil 2016 bilanzwirksam verbucht werden sollen. Die Einmalkosten von Building Solutions – Europe werden voraussichtlich 21 Millionen € betragen, davon 5 Millionen € in Sachwerten. Der Anteil von Uponor Infra wird bei 11 Millionen € liegen, davon 8 Millionen € in Sachwerten.

Klarheit und Agilität durch eine vereinfachte Struktur bei Building Solutions – Europe

Eines der wichtigsten Ziele für das Segment Building Solutions – Europe, das seit 1. September unter neuer Leitung steht, ist ein profitables Wachstum. Dies soll durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden. In den etablierten Märkten von Uponor wird dabei vor allem ein Wachstum im Projektgeschäft angestrebt. Dort hat Uponor in den letzten Jahren in ausgewählten Märkten bereits bedeutende Fortschritte erzielt. Uponor wird beispielsweise sein Spezialisten-Know-how im Bereich Gebäudeenergie zum Heizen und Kühlen weiter ausbauen und das kürzlich eingeführte Angebot an vorgefertigten Produkten auf internationale Märkte ausweiten. Zudem wird Uponor auch weiterhin aktiv in den Bereich Produktentwicklung investieren und plant seine Innovationsrate kurzfristig zu verdoppeln. Ein weiterer Fokus liegt auf der Expansion des Geschäfts in Regionen, in denen Uponor bislang noch unterrepräsentiert ist, speziell rund um Ballungszentren.

Ein wichtiger Teil der Restrukturierung ist die Konsolidierung und Spezialisierung in den Bereichen Fertigung, Lager und Logistik. Zudem plant Uponor die Einführung eines gestrafften, Hub-basierten Standortmodells für zentrale Unternehmensfunktionen mit weniger Führungsebenen und einer schnellen Entscheidungsfindung. In diesem Zusammenhang werden auch die derzeitig dezentralen Backoffice- und Support-Funktionen überprüft, was voraussichtlich zu einer Schließung von mehreren kleineren Büros führen wird.

Die Restrukturierung wird erhebliche Auswirkungen auf die europaweite Mitarbeiterzahl haben. Uponor rechnet mit einem maximalen Abbau von etwa 300 Vollzeitarbeitsplätzen, bei einem Nettoeffekt etwa 250 Arbeitsplätzen nach Neueinstellungen, wo zusätzliche Mitarbeiter gebraucht werden.

Um sein Wachstum in Asien zu beschleunigen und die steigende Nachfrage in diesem großen Markt bedienen zu können, hat Uponor die Entscheidung getroffen, 2016 eine eigene Fertigung in China aufzubauen.

Uponor Infra strebt spezialisierte Standorte an, um Betriebskosten zu senken

Seit seiner Gründung im Juli 2013 hat Uponor Infra verschiedene Integrations- und Straffungsprogramme initiiert, um Überschneidungen zu reduzieren und die Profitabilität zu steigern. Obwohl diese Maßnahmen erfolgreich durchgeführt wurden, blieb das Ergebnis des Segments unterhalb eines akzeptablen Niveaus, vor allem aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage und des stark umkämpften Wettbewerbsumfeldes in Nordeuropa.

Das Segment Uponor Infra wird sich auf den Verkauf von Lösungen mit einer höheren Wertschöpfung konzentrieren und sich damit vom Massenmarkt abheben. Eine Überprüfung des Fertigungs-Netzwerks ist bereits abgeschlossen. Es ist geplant, die Aktivitäten in Vaasa (Finnland) mit rund 80 Beschäftigten auf die Bereiche Projektkompetenz, internationale Projekte und Technologie sowie Fernwärme zu fokussieren.  Die Produktion aller Kunststoffrohre und -kammern soll bis Ende 2016 in Nastola (Finnland) zusammengelegt werden. Dies hat im Werk in Vaasa einen Abbau von  etwa 160 Vollzeitstellen zur Folge, oder netto von etwa 80 Arbeitsplätzen, abhängig vom finalen Stand nach Verlagerung.

Ein Hinweis an die Leser

Uponor hat schon im Juli 2015 ein Straffungsprogramm in seinem Segment Building Solutions – Europe initiiert, um sich der schwachen Nachfrage in Europa anzupassen. Diese Maßnahmen hatten bereits einen Abbau von 70 Arbeitsplätzen in Schweden und Großbritannien zur Folge. Ein weiterer Abbau von 30 Arbeitsplätzen wird in Zentraleuropa geprüft, was insgesamt zu jährlichen Gesamteinsparungen von rund 3 Millionen € führen wird. Es wird geschätzt, dass diese Maßnahmen Einmalkosten in Höhe von 4–5 Millionen € bedeuten, die zum größten Teil 2015 verbucht werden.

Die nordamerikanische Baukonjunktur blieb stark, und Uponor entwickelt sich dort im Segment Building Solutions wie erwartet. Die Expansion der Fertigung von Uponor, Inc. in Apple Valley, Minnesota, verläuft planmäßig. Die Fertigstellung ist für das laufende Quartal geplant.

Uponor wird alles daran setzen, die Mitarbeiter, die in den beiden Segmenten vom Wegfall der Arbeitsplätze betroffen sind, bestmöglich zu unterstützen. Heute beginnt ein Mitarbeiter-Konsultationsverfahren in Finnland, gefolgt von weiteren Verfahren in betroffenen Ländern, wo die dort gängigen Verfahren zur Anwendung kommen. Weitere Details werden mitgeteilt, sobald die Pläne im Detail ausgearbeitet sind.

Quelle: www.uponor.com

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