Tube 2008: Markt für Kunststoffrohre legt zu

[inspic=196,left,,100]Kwd-SHK, 4.3.2008. (Gas- Wasser-Abwasserrohre, Rohrmarkt, Deutschland) Wenige Wochen vor der internationalen Rohrfachmesse Tube 2008 in Düsseldorf kann eine weitere beteiligte Branche eine erfolgreiche Entwicklung vermelden. Neben der Stahlrohrindustrie, die derzeit von Erfolg zu Erfolg eilt, befindet sich auch die deutsche Kunststoffrohrindustrie auf deutlichem Wachstumskurs. Wie Dr. Elmar Löckenhoff, Geschäftsführer des Kunststoffrohrverbandes e.V., Bonn, im Vorwort zum KRV-Geschäftsbericht 2006-2007 (www.krv.de ) schreibt, profitiert auch die deutsche Kunststoffrohrindustrie von der Globalisierung: „Das zeigt insbesondere die Öffnung der osteuropäischen Märkte“.
In den vergangenen Jahrzehnten haben Kunststoffrohrsysteme in immer neuen Anwendungsgebieten Einzug gehalten und das Angebot bisher üblicher Materialien ergänzt oder sogar nahezu er-setzt. So standen die Kunststoffrohrhersteller zum Jahresende 2007 vor dem Durchbruch von Gasrohren in der Hausinstallation: Die technisch-wissenschaftlichen Voraussetzungen für die An-wendung von Kunststoffrohrsystemen in diesem Anwendungsbereich wurden geschaffen, und somit steht die Eroberung eines neuen Teilmarktes nun an.
Zweistellige Zuwachsraten bei der Produktion
Nach einem leichten Produktionsrückgang in den Jahren 2001 und 2002 kann die deutsche Kunststoff-rohrindustrie seit 2003 wieder ein stetiges Wachstum verzeichnen. Besonders hohe – zweistellige – Zuwachsraten waren in 2005 und 2006 zu vermelden. Laut KRV war 2006 für die deutschen Kunst-stoffrohrhersteller ein „Superjahr“: Die Gesamtproduktion erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 70.000 Tonnen auf insgesamt 665.000 Tonnen, was einem Plus von 11,8 % entspricht.
Im Laufe des Jahres 2006 sprang die konjunkturelle Dynamik beim Export auf die Binnennachfrage über, so dass sowohl die konzernzugehörigen als auch die inhabergeführten Kunststoffrohrherstel-ler in Deutschland begannen, mit Investitionen in neue Extrusionsanlagen und Spritzgussmaschinen ihre Produktionskapazitäten zu erweitern und zugleich kosteneffizienter zu gestalten. Entspre-chend konnten auch die Kunststoff- und Gummimaschinenhersteller einen Anstieg des Auftragseingangs von 15 % verzeichnen. Der Verbrauch von Standardkunststoffen nahm nach Angaben des Verbandes der Kunststofferzeuger, PlasticsEurope Deutschland, zwischen 2005 und 2006 von 7,23 auf 7,63 Mio. Tonnen, also um 5,5 % zu.
Von der Erholung der Bauwirtschaft profitiert
Kunststoffrohre haben einen wesentlichen Anteil am gesamten Kunststoffverbrauch in Deutschland: Laut KRV entfallen immerhin 25,2 % des Kunststoffverbrauchs auf die Bauwirtschaft und davon rund 27 % auf die Kunststoffrohranwendung. Deswegen war es für die Branche auch sehr wichtig, dass die Bauwirtschaft 2006 nach langer Durststrecke erstmals wieder zum konjunkturellen Auf-schwung beigetragen hat. Auch deshalb stieg die Kunststoffrohrherstellung für die inländische Verwendung gegenüber 2005 um 68.000 Tonnen (plus 14,3 %) an. Dieses Niveau wurde zuletzt im Jahr 2000 erreicht. Von der gesamten Produktionsmenge in Deutschland wurden rund 24,4 % expor-tiert, die Importquote betrug nur 6,0 %.
Die größte Verwendung von Kunststoffrohrsystemen findet sich nach KRV-Schätzungen mit einem Anteil von 89 % im Tiefbau. Davon entfallen 49 % auf den Abwasserbereich (Entsorgung und Niederschlagsentwässerung), mengenmäßig gefolgt von den Bereichen Trinkwasser, Kabelschutz und Gas. In den Hochbau fließen mit etwa 11 % der Gesamtproduktion deutlich geringere Mengen, wenngleich der Umsatzanteil überproportional höher sein dürfte. Nach Ansicht des Verbandes beträgt der zu Endverbraucherpreisen bewertete Gesamtumsatz der deutschen Kunststoffrohrindustrie jährlich rund 2 Mrd. Euro, zu dem der Hochbau mit 35 % beitragen dürfte.

…den vollständigen Artikel finden Sie in KWD-SHK 1343

pdf.jpg Probeexemplar          pdf.jpg Bestellzettel