Roth: Spatenstich für 5.000 m² großes Logistikzentrum

Gemäß dem RothÖkoEnergiekreislauf erfolgt die Energiebereitstellung für Wärme und Strom umweltfreundlich und zukunftssicher ausschließlich durch Sonne, Erdwärme, Luft sowie Abwärme und Wasser-Recycling. Dautphetal-Buchenau. Die Roth Werke starten mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums für Kommissionierung, Verladung und Lagerhaltung. In der Mitte des Werkes wird eine freitragende Halle mit 120 m Länge x 40 m Breite entstehen. Zusätzlich werden zwei Rampenzonen für LKW-Verladung und Räumlichkeiten für die Logistikdisponenten eingerichtet.

Logistikzentrum am 20.07.11. Von links: Christin Roth-Jäger, Dr. Anne-Kathrin Roth, Claus-Hinrich Roth, Bürgermeister Bernd Schmidt, Manfred Roth, Franz Kind. (Foto: Roth Werke GmbH)
Logistikzentrum am 20.07.11. Von links: Christin Roth-Jäger, Dr. Anne-Kathrin Roth, Claus-Hinrich Roth, Bürgermeister Bernd Schmidt, Manfred Roth, Franz Kind. (Foto: Roth Werke GmbH)

Mit einem zweiten Bauabschnitt, der sich direkt anschließen wird, entstehen Einrichtungen für die Konfektionierung des neuen Roth Thermospeichers Quadroline, den das Unternehmen erfolgreich zur diesjährigen ISH präsentierte. Die innovativen Kunststoff-Wärmetanks setzen einen neuen Standard in der Wärmespeicher-Technologie in Bezug auf ihre Leichtigkeit, die platzsparende Formgebung, die variable Betriebsweise sowie Korrosionsbeständigkeit.

Die Fertigstellung beider Bauabschnitte inklusive Einrichtungen ist für Mitte des Jahres 2012 geplant. Insgesamt investiert Roth damit fünf Millionen Euro in seinen Standort Daupthetal-Buchenau. Roth beliefert seine Kunden von diesem Werk aus mit einem kompletten Programm an Energie- und Sanitärsystemen. Dazu gehören Wärmepumpen, Solarsysteme, Speichersysteme, Flächen-Heiz- und Kühlsysteme, Trinkwassersysteme sowie Komplett- und Glasduschen. Mit Zubehör handelt es sich um rund 15.000 Artikel. Die wesentlichen Produkte werden auch im Werk Buchenau gefertigt.

Zurzeit werden hier etwa 19.000 Fahrzeuge (LKWs und Kleintransporter) pro Jahr be- bzw. entladen. Das sind pro Tag im Durchschnitt 72 und in der Spitze 95. Das Logistikzentrum soll auch die erheblichen Umsatzsteigerungen der nächsten Jahre bewältigen können. Allein in diesem Jahr stieg der Umsatz der Roth Werke um über 20 Prozent.
Zur Energiebereitstellung des Logistikzentrums wird die bereits vorhandene Energieversorgung des Werkes auf Basis regenerativer Energien weiter ausgebaut.

Das für das Logistikzentrum zu realisierende Energieeinsparpotenzial für Wärme und Strom mit Erneuerbaren Energien entspricht dem Energiebedarf von 25 Einfamilienhäusern.

Die solare Energie wird sowohl zur Wärme- als auch Stromerzeugung eingesetzt. Die Kollektoren werden mit Roth Sole/Wasser-Wärmepumpen zum Solargeo-System und mit Roth Luft/Wasser-Wärmepumpen zum innovativen, neu entwickelten Solarair-System vernetzt. Unterstützt wird die Wärmeversorgung an kalten Wintertagen mit Prozess-Abwärme.

  • Die Energiespeicherung erfolgt in den neuen Roth Thermospeichern, die Energieverteilung über Kunststoffrohre der Roth Industrieflächenheizung.
  • Die Wasserversorgung für Toiletten und Waschbecken erfolgt mit dem Roth Wasserrecycling-System für Regenwasser, sodass wertvolles Trinkwasser eingespart wird.
  • Das Energiemanagement übernimmt die Roth Energielogik als zentrale Steuerung, indem sie alle Energiesysteme zu einem Gesamt-Energiesystem vernetzt.

Die umweltfreundliche Alternative zum Einsatz von fossilen Brennstoffen für die Wärmeerzeugung erspart 190 Tonnen CO2 jährlich. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht wirkt sich das Energiekonzept sehr positiv aus:

Die Kosten für fossile Brennstoffe würden auf heutiger Preisbasis pro Jahr 60.000 € betragen. Die Investition für die Energieversorgung mit Strom und Wärme amortisiert sich in weniger als 10 Jahren.

Der ausschließliche Einsatz von Erneuerbaren Energien ist ein weiterer Baustein des Energie- und Umweltmanagements des Unternehmens, für das Roth in diesem Jahr bereits erfolgreich aktiv war:

  • „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ durch das Land Hessen,
  • „Umweltaudit mit EMAS-Zertifizierung“ durch die Industrie- und Handelskammer.

Der größtmögliche Ressourcen- und Umweltschutz sowie der maximale Einsatz von Erneuerbaren Energien sind fester Bestandteil der Roth Unternehmensphilosophie.

„Mit der Fertigstellung des Logistikzentrums werden wir einen effizienten Warenfluss von der Herstellung über Lagerung und Versand bis zum Kunden sicherstellen“, führt der Geschäftsführer der Roth Werke Franz Kind aus.

Für die Gesellschafter stellt Manfred Roth fest: „Mit dieser Investition tragen wir der dynamischen Entwicklung der Roth Werke Rechnung. Die autarke Energieversorgung des Logistikzentrums wird ein ausgezeichnetes Praxis-Beispiel für die Anwendung unserer effizienten und ökologisch ausgerichteten Produktsysteme sein. Es wird damit Anschauungsobjekt für unsere Kunden – Fachhandel und Fachhandwerk, Planer und Architekten.“

Quelle: www.roth-werke.de