Richtige Planung von Fußbodenheizungen – wichtig für eine langlebige Installation

[inspic=153,left,,110]Bei der Planung und Installation von Fußbodenheizungen unterstützen Normen und Richtlinien eine von Anfang an hochwertige Installation. Im Folgenden gibt Uponor einige Tipps für die Praxis. Damit gewährleisten Sie einwandfreie Arbeit und Ihrem Kunden eine nachhaltige und langlebige Installation seiner Flächentemperierung.Tipp 1) Die Schnittstellenkoordination zwischen den Gewerken ist immer eine Grundvoraussetzung für den reibungslosen und ordnungsgemäßen Projektablauf. Sie ist nach DIN 1961, Abs. 4 Nr. 1 definiert.

Tipp 2) Praktische Erfahrung  ist viel Wert, keine Frage. Trotzdem müssen alle bestehenden Richtlinien und Normen komplett und ohne Ausnahme bei jedem Projekt neu umgesetzt werden. Die DIN 18202 beispielsweise gibt vor, welche Toleranz- und Grenzwerte bei der Ebenheit des tragenden Untergrunds eingehalten werden müssen. Mit der Berücksichtigung bestehender Normen sind Fachhandwerker auch nach Abnahme ihrer Arbeit immer auf der sicheren Seite.

Tipp 3) Eine feste Verbindung von Estrich und Belag zu anderen Bauteilen ist gemäß DIN 18560-2 auszuschließen. Daher ist ein entsprechender Randdämmstreifen notwendig, der bei Heizestrichen die vorgeschriebene Bewegungstoleranz von 5 mm zulässt.

Tipp 4) Viel hilft viel? Nicht unbedingt. Denn Geräusch- und Trittschalldämmung müssen nach DIN EN 1264-4 fachgerecht aufgebracht werden. Beachten Sie, dass die Trittschalldämmung zwei Lagen nicht überschreitet.

Tipp 5) Rechenwert und Prüfwert bei der Berechnung des Schallschutzes sind keineswegs identisch: Rechenwert = Prüfwert – 2dB.  In der Praxis wird der Rechenwert bei der Bestimmung des Normtrittschallpegels von Massivdecken nach der DIN 4109 verwendet. Zu beachten gilt aber vor allem auch das Beiblatt der DIN 4109, in dem höhere Grenzwerte angegeben werden.

Tipp 6) Mit Uponor lohnt sich der Einbau einer Fußbodenheizung auch bei der Renovierung. Spezielle Flächentemperiersysteme, wie beispielsweise Minitec für die sanfte Renovierung, werden ohne Entfernung des alten Estrichs umgesetzt. Die Aufbauhöhe ist dabei mit weniger als 20 mm sehr gering.

Tipp 7) Die Verlegung von Heiz- und Kühlrohren erfolgt nach DIN EN 1264 nach festgelegten Vorgaben. Neben den präzise definierten Abständen von senkrechten Bauteilen sind auch die Verlegeabstände der Rohre einzuhalten.

Tipp 8) Laut geltender EnEV ist zwingend ein hydraulischer Abgleich erforderlich. Für eine gleichmäßige Wärmeabgabe in allen Räumen muss er fachmännisch vorgenommen und zudem genau protokolliert werden. Ausnahme: Bei dem Einbau der neuen Funk-Einzelraumregelung mit Dynamischen Energie-Mangement kann auf den aufwändigen hydraulischen Abgleich in nahezu allen Anwendungsfällen verzichtet werden. Weitere Informationen unter www.uponor.de.

Tipp 9) Die Trockenzeit eines Estrichs unterliegt unterschiedlichen Einflussfaktoren. Die DIN 18560 Teil 2 und die DIN EN 1264 definieren genau, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, damit es bei der Estrichtrocknung nicht zu Schäden kommt. Grundsätzlich ist das vorgeschriebene Temperaturniveau und die angegebenen Zeiten genau einzuhalten, um einen nachhaltigen und langlebigen Fußbodenaufbau nach der Verlegung des Estrichs zu gewährleisten.

Tipp 10) Hauptsache Bewegungsfugen? Nein, die DIN Norm 18560-2 regelt bei Heizestrichen mit Steinbelägen, welche Fugenart unter welchen Bedingungen zum Einsatz kommt. Das können Bauwerksfugen, Randfugen, Scheinfugen und auch Bewegungsfugen sein.

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