Outokumpu: MBO der Kuppferrohr-Sparte an 2 Gruppen, Mutter konzentriert sich auf Edelstahl

[inspic=228,left,,100]Bereits 2005, als Nordic Capital die Mehrheit an Outokumpu Copper erwarb, wurde der strategische Entschluß gefasst, sich vom Kupferbereich zu trennen und künftig Edelstahl als Kernkompetenz auszubauen (dazu mehr in einem weiteren Beitrag). + + + Dafür wurde der Kupferbereich als eigene Division ausgelagert und sollte für den Verkauf „hübsch“ gemacht werden. Das zog sich aber hin, genau besehen zu lange, denn inzwischen wurde es durch die drastische Preiserhöhung bei Kupfer und der permaneten Marktanteilverlust (hauptsächlich an Verbundrohre) immer schwieriger, diesen Bereich überhaupt an den Mann zu bringen.[inspic=230,right,fullscreen,170] + + + Das ist jetzt aber gelungen, und zwar durch einen Management-Buy-Out“ (MBO). Sicher nicht zur Freude der Beteiligten gelang dies nur, indem das MBO von 2 Gruppen gestemmt werden konnte, die sich nun als Wettbewerber im Markt begegnen werden. Outokumpu bezifferte die Aufwendung für den Verkauf mit aktuell 50 Mio € und hat den Gesamtverlust in Höhe von 65 Mio € bereits unter Geschäftsaufgaben in der Bilanz eingepreist, was bei einem Gesamtumsatz im nunmehr reinen Edelstahlrohrbereich von 6,9 Milliarden € in 2007 und einem Gewinn in Höhe von 589 Mio € nicht weiter der Kommentierung wert sein dürfte. + + + Insgesamt generierte der abgegebene Kupferrohr-Bereich 2007 bei 730 Mitarbeitern einen Umsatz von 510 Mio € bei einem Nettoverlust von 5 Mio €.
[inspic=229,right,fullscreen,170]Künftig gibt es also 2 neue Kupferrohr-Gruppen, und zwar die Cupori Group Oy (mit einer Verkaufsgesellschaft in Italien und 2 Produktionsgesellschaften in Finland und Schweden. Außerdem die Leaf Business Holdings S.L. mit den Verkaufsgesellschaften Frankreich und Deutschland sowie Produktionsgesellschaften in Belgien und Spanien. + + + Übrig bleiben noch 2 Gesellschaften im Messing-Bereich, die aber auch noch zum Verkauf stehen. Mehr: Kwd-SHK am 6.5.2008