KWD-« Prognose » : Der Steckfitting kommt….die Frage ist nur, ob wir es noch erleben !

Auf der letzten ish im Jahr 2007 schallte es wie ein Donnerruf durch die Messehallen : « Steckfittings ante portas » und die Fülle der fertigen, halbfertigen oder nachgebesserten « push fits » war ja auch beeindruckend. Bisher hatte diese Fitting-Species aber keinen durchschlagenden Erfolg. + + + Einer der ersten Versuche, den PB-Bartol Steckfitting (die Lizenz wurde später von Hepworth erworben, die heute den Hep2O anbieten) im deutschen Markt über den Kunststoff-Fensterhersteller Brügmann-Frisoplast (der heutigen SIP- Salamander) zu vertreiben wurde Ende der 80er Jahre fast im Alleingang vom damaligen ZVSHK Berater Kunibert Breuer zunichte gemacht, als er auf die hohe Verschmutzungsmöglichkeit des mehrteiligen Fitting-Bausatzes hinweis. + + + Auf der HEVAC London im Oktober 1995 begann dann der denkwürdige Feldzug « Hep2O mit Volldampf gegen Kupfer ». Der britische PB-Rohrhersteller Hepworth Building Products und der Kupferrohrhersteller IMI Yorkshire entfesselten sozusagen aus dem Nichts einen gigantischen Schaukampf. Hepworth brillierte mit einem Faltblatt, auf dem der Weg des Rohres vom Steinzeitalter über das Bleizeitalter und das Kupferzeitalter in das moderne Kunststoff-Zeitalter aufgezeigt wurde. IMI konterte mit 8Tafeln über die nachteile von Kunststoffen im Großformat. Gegenseitige « Einstweilige Verfügungen » scheiterten am gesunden Menschenverstand der britischen Richter. Pikanterie am Rande : Am 3. Messetag brachte die « Times » auf der Titelseite einen Bericht über den Ausbau von mehreren 1000 Metern defekter Kupferrohre aus dem gerade erst fertig gestellten Guys-Hospital, einer Renommierklinik. Wenige Stunden später überschwemmte die Hepworth-Mannschaft die Messe mit Sonderdrucken. Hepworth hatte bereits 1991/92 sozusagen über Nacht den Vertriebsweg vom bis dahin erfolglosen DIY-Bereich zum 3-stufigen System über den Fachgroßhandel an den englischen Fachinstallateur gewechselt, was sich als Erfolgsrezept erweisen sollte. Ende der Achtziger merkte man plötzlich bei Hepworth dass andere Märkte (z.B. Italien) viel mehr vom damaligen ACORN verkauften als im UK. Eine Analyse des Vertriebswegs ergab die Grundlage für den Wechsel, er musste radikal sein um von den Verarbeitern und Handel akzeptiert zu werden. Daher änderte man nicht nur die Farbe von dunkelbraun zu hellgrau sondern auch den Namen von ACORN zu Hep²O + + + Erst viel später starteten dann insgesamt 3 durchaus renommierte Kunststoffverarbeiter mit jeweils einem Kunststoff-Steckfittingsystem, die aber unter hohen Kosten sowie Zeit- und Image-Verlust jeweils bis zur vollen Funktionstüchtigkeit nachgebessert werden mußten. Man hatte der Entwicklung einfach zu wenig Zeit eingeräumt. Der FRIATHERM multi von Friatec hat inzwischen wieder gut Tritt gefaßt im Markt.

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