Interessengemeinschaftsgründung CEFEP für techn. Dämmstoffe

Führende europäische Hersteller von technischen Dämmstoffen aus Schaumkunststoffen haben sich jetzt in der Interessengemeinschaft CEFEP (European FEF and PEF Interest Group) zusammengeschlossen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Herstel­ler Gütebedingungen für Elastomer- und Poly­ethylen-Dämmstoffe verab­schiedet und das RAL Gütezeichen FEF/PEF eingeführt. Die Interessen­gemeinschaft vertritt die Branche in wichtigen europäischen und nationa­len Gremien und möchte Anwendern eine sichere Orientierung bei Aus­wahl und Einsatz der Produkte bieten.

Gründungssitzung in Düsseldorf (v.l.n.r.): Die CEFEP-Mitglieder Roland Hebbel (Steinbacher Dämmstoffe), Jan Niermans (Thermaflex), Andrea Marenghi (L’Isolante K-flex), Vittoria Orienti (Union Foam), Ferdinand Braun (NMC), Roland Baumann (Aeroflex), Ralf Springub (Kaimann), Malte Witt (Armacell), Wolfgang Andrae (Kaimann), Georg Eleftheriadis (Armacell), Klaus Zipp (Güteschutzgemein¬schaft Hart-schaum) und Otto Ganschow (Firo)
Gründungssitzung in Düsseldorf (v.l.n.r.): Die CEFEP-Mitglieder Roland Hebbel (Steinbacher Dämmstoffe), Jan Niermans (Thermaflex), Andrea Marenghi (L’Isolante K-flex), Vittoria Orienti (Union Foam), Ferdinand Braun (NMC), Roland Baumann (Aeroflex), Ralf Springub (Kaimann), Malte Witt (Armacell), Wolfgang Andrae (Kaimann), Georg Eleftheriadis (Armacell), Klaus Zipp (Güteschutzgemein¬schaft Hart-schaum) und Otto Ganschow (Firo)

Neun führende Hersteller von Dämmstoffen aus Schaumkunststoffen, die Fir­men Aeroflex, Armacell, Firo, Kaimann, L’Isolante K-flex, NMC, Steinbacher Dämmstoffe, Thermaflex und Union Foam haben Mitte Januar die europäische Interessen­gemeinschaft  FEF/PEF (kurz CEFEP) unter dem Dach der Güteschutzge­meinschaft Hartschaum gegründet. Die Gruppe vertritt die über­wie­gende Mehrheit der europäischen Hersteller von Elastomer- und Poly­ethylen-Produkten für die technische Isolierung. Zum Obmann wurde Georg Eleftheriadis (Armacell) gewählt, der zunächst auch als Obmann des CEN/TC 88, WG10 TG FEF und PEF fungiert.

Einführung des RAL-Gütezeichens

Um Anwendern bei der Planung, beim Handel und der Verarbeitung ihrer Pro­dukte eine sichere Orientierung zu bieten, haben die Hersteller bereits Anfang 2011 gemeinsame Gütebedingungen für FEF- und PEF-Dämmstoffe verab­schiedet. Sichtbarer Ausdruck der Übereinstimmung mit dem Güte- und Über­wachungssystem ist das RAL Gütezeichen FEF/PEF, das die Güte­schutzge­meinschaft im vergangenen März eingeführt hat. Die Vergabe des RAL Güte­zeichens ist an eine strenge Überwachung der Güte- und Prüfbestimmungen gebunden. Mit der Selbstverpflichtung, die Qualität ihrer Produkte kontinuierlich und unabhängig nach den Statuten des RAL zu überwachen, bekennt sich die Interessengemeinschaft zur Gütesicherung ihrer Produkte. Sie schafft Stan­dards, die über die Mindestanforderungen der europäischen Normenwerke hinausgehen und vermeidet eine Komplexitätserhöhung im europäischen Binnenmarkt durch weitgehenden Verzicht auf freiwillige nationale Zulassungen und Prüfzeugnisse. Das schafft eine höhere Transparenz und Sicherheit für alle Branchenteilnehmer. Gleich­zeitig halten die Mitglieder der Interessengemeinschaft  selbstverständlich an einem differenzierten Leistungsspektrum ihrer Produkte und eigenen Marke­tingstrategien fest. Einfacher soll auch der direkte Vergleich der angebotenen Dämmstoffe werden. Unter  Berücksichtigung der Vorgaben der CE-Kennzeich­nungsregeln strebt die CEFEP eine einheitliche Darstellung der  „Product designation codes“ an. Die Bezeichnungs­schlüssel geben Auskunft über wichtige Produkteigenschaften, wie beispielsweise über das Brandverhal­ten und den Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Europäisches Sprachrohr der Branche

Darüber hinaus vertritt CEFEP die gemeinsamen Interessen der Branche in eu­ropäischen und nationalen Gremien. Derzeit steht beispielsweise die Überar­beitung der europäischen Normen für „Wärmedämmstoffe für die technische Gebäude­aus­rüstung und für betriebstechnische Anlagen in der Industrie“ auf der Agenda. Die Interessengemeinschaft wird sich dafür einsetzen, dass sich ak­zeptierte Umweltstandards in den Normen widerspiegeln und für eine Über­arbeitung der Nomenklatur – insbesondere die Bedeutung der technischen Ei­genschaften einzelner Produktgruppen – plädieren. CEFEP wird auch verstärkt Kontakte zu externen Fachleuten aufbauen, die eingeladen sind an den The­men mitzuarbeiten.

Quelle: http://www.gsh.eu