Geschäftslage im SHK-Handwerk zufriedenstellend

Herbstumfrage des ZVSHK zeigt nur eine leichte Eintrübung der Konjunktur – Angleichung zwischen alten und neuen Bundesländern

St. Augustin, 25. Oktober 2007 Die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks werten ihre aktuelle Geschäftslage im Herbst 2007 nach wie vor positiv. Die vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) im September turnusmäßig durchgeführte repräsentative Herbstumfrage unter 1.000 ausgewählten Fachbetrieben zeigt zwar eine klare Eintrübung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der ermittelte Geschäftsklimaindikator (Saldo aus positiven und negativen Antworten in Prozent) von +12,3 Prozent (Vorjahr +26,1 Prozent) ist aber noch der drittbeste Wert, der für das SHK-Handwerk in den letzten zehn Jahren überhaupt ermittelt wurde. „Die Stimmung ist zwar nicht mehr von der Euphorie des Ausnahmejahres 2006 getragen, aber die konjunkturelle Lage unserer Betriebe hat sich in diesem Herbst auf einem vergleichsweise hohen Level stabilisiert„, urteilt Bruno Schliefke, Präsident des ZVSHK. Ausschlaggebend dafür sei eine Entwicklung, die sich ganz signifikant in den Umfrageergebnissen zur aktuellen Situation in den einzelnen Geschäftsfeldern manifestiere. „Der Vergleich der Werte von +12 Prozent bei Sanitär, +3,3 Prozent bei Heizung und +51,4 Prozent im Geschäftsfeld Kundendienst/Wartung zeigt, wo zukünftig die Reise hingeht: in Richtung Dienstleistungen„, beschreibt Bruno Schliefke den Boom im Wartungsgeschäft.

Anders als noch vor einem Jahr ist das SHK-Handwerk deutlich verhaltener in der Einschätzung der zukünftigen Geschäftslage. Hier ist der Indikator von -1,3 Prozent auf -10,7 Prozent gefallen. Auch die Einschätzung der Umsatzentwicklung sackt ab von +2,0 Prozent im Herbst 2006 auf jetzt -3,4 Prozent. Der Auftragsbestand reduziert sich ebenfalls von 6,8 Wochen im Herbst 2006 auf aktuell 5,9 Wochen.

Eine bemerkenswerte Entwicklung offenbart die Herbstumfrage des ZVSHK im Vergleich der aktuellen Geschäftssituation in den Regionen. „Der beste Stimmungswert von +28,4 Prozent in Baden-Württemberg ist nur unwesentlich höher als die +26,3 Prozent, die wir für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachen-Anhalt gemessen haben. Und der Geschäftsklimaindikator von +8,6 Prozent in NRW liegt in etwa auf dem Niveau des Wertes von Sachsen und Thüringen„, freut sich Präsident Schliefke über die Angleichung im konjunkturellen Stimmungsbild zwischen alten und neuen Bundesländern. „Die nächsten sechs Monate werden zeigen, ob wir grundsätzlich die Konjunktur in unserem Handwerk im positiven Bereich werden halten können“, sagt Bruno Schliefke. Der Präsident des ZVSHK ist mit Blick auf das milliardenschwere Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung und die jetzt im Herbst anlaufenden Maßnahmen zur Etablierung eines bundesweit einheitlichen „Heizungs-Checks“ aber optimistisch, dass es dem SHK-Handwerk in nächster Zeit an Kundenaufträgen nicht mangeln wird. „Wir sind ein modernes Handwerk, das in der von Berlin und Brüssel gestoßenen Neuausrichtung in der Energie- und Klimapolitik zwangsläufig eine zentrale Rolle einnimmt. Denn unsere SHK-Fachbetriebe sind die Garanten für eine professionelle Verbreitung moderner Technologien in der Gebäude– und Energietechnik.“

Kontakt: www.zentralverband-shk.de