Erst der Pressfitting, dann der Steckfitting und jetzt der automatisch pressende Steckfitting

[inspic=339,left,,]kwd-shk, 26.08.2008. (Pressfitting, Steckfitting) Der Pressfitting stand – und steht noch heute – für eine sichere Verbindung. Die einzige Unsicherheit besteht darin, nicht verpresste Fittinge zu entlarven. So wurden z.B. die Piesel Fittings entwickelt: Hier wurde gewollt bei Drucktests ein Wasserverlust erzeugt, um die Unverpressten zu entlarven. War der Fitting aber verpresst – ob nun axial oder radial oder seit neuestem raxial – dann war die Verbindung sicher. Lästig ist nur der Werkzeugaufwand, die vielen unterschiedlichen Pressbacken und die teilweise hohen Werkzeuginstandhaltungskosten. Hier nun setzt der Steckfitting an, der als „werkzeuglos“ bzw. mit „nur geringem Werkzeugaufwand“ beschrieben wird. + + + Einige Jahre und Fehlversuche hat es gebraucht, bis der Steckfitting hoffähig geworden ist. Ca. in 2005 hatte Friatec als erster einen Kunststoff-Steckfitting auf den Markt gebracht, der jedoch nach kurzer Zeit wieder zurückgezogen werden musste. Erst der Friatec Friatherm Fitting der dritten Generation war technisch ausgereift. Weitere Wegbereiter des Kunststoff-Steckfittings waren KE KELIT mit blueFix, Wavin mit smartFix, der iFIT von +GF+, und DW Verbundrohr mit Multitubo. + + + Doch das aufflackernde „Interesse“ zog noch keine Marktakzeptanz nach sich. So kann man im KWD 1318 vom 25.08.09 in einem Bericht vom Chefredakteur Winfried Hamich den folgenden Gedankengang nachlesen: „Nun ist sicher jeder schon einmal ziemlich naß geworden, da ihm beim Wässern im Garten plötzlich der „Gardena & Co“ Steckfitting aus dem Schlauch gerutscht ist. Dieses Phänomen ist sicher mit daran Schuld, daß nach wie vor Steckfittings in der Hausinstallation noch nicht die erwünschte Akzeptanz gefunden haben. Wäre also dieser millionenschwere Markt nicht einen Versuch für „Profi-Steckfittings“ wert, hier eine Marktnische zu erkämpfen?“ + + + Die ersten Schritte und die Einführungsphase lassen sich im KWD 1346 vom 01.04.2008 unter dem Titel „Der Steckfitting kommt … die Frage ist nur, ob wir es noch erleben“ sehr schön nachlesen + + + Dennoch, allen Unkenrufen zum Trotz, in 2008 beginnt die Akzeptanzphase: Henco hat bereits einen Steckverbinder auf dem Markt, Nueva Terrain und Geberit bieten solche für PB-Rohre an und TECE logo startet im zweiten Anlauf. Laut Thomas Fehlings, Geschäftsführer von TECE, mit sehr erfreulichem Werdegang: „Wir sind inzwischen besonders überrascht, wie hoch die Akzeptanz und der Absatz der Steckfittings in den eher konservativen Märkten wie D, A und NL ist. Besonders in Deutschland stellen die Installateure reihenweise um.“ Auch die Fränkische haben einen Steckverbinder entwickelt und stellen das alpex-plus Steckfittingsystem in 2009 auf der ISH vor. + + + Damit aber nicht genug: als neueste Entwicklung wird der automatisch pressende Steckfitting von Zewotherm angepriesen. Die Funktionsweise wird folgendermaßen beschrieben: „Beim Einschieben des Rohres in den Fitting springt ein metallischer Pressring im Inneren des Steckfittings heraus und presst das Rohr vollkommen dicht und unlösbar auf den Stützkörper des Fittings.“ Auch hier wird außer dem Kalibrierwerkzeug kein weiteres Werkzeug benötigt. + + + Blansol aus Spanien hatte bereits auf der Climatizacion in Madrid diesen Jahres im Februar einen solchen Fitting vorgestellt, im Handel hat er aber noch keine nennenswerte Bedeutung. Zewotherm selber gibt an, dass der Fitting in der japanischen Automobilindustrie entwickelt wurde und dort im Einsatz ist, im Heizungs- und Sanitärbereich aber erst jetzt der Startschuss gefallen ist. + + + Man darf gespannt sein, wie die Installateure reagieren.