Entwicklung des Rohrmarktes für Heizungs- und Sanitäranwendungen in Europa

Schwache Neubautätigkeit in Europa lässt Rohrmengen nur moderat ansteigen

hpeummDie leider recht schwache Wohnungs- und Nichtwohnungsbautätigkeit in Europa zeigt sich auch im Verbrauch von Rohren für die Anwendungsbereiche Flächenheizung/ -kühlung, Radiatoranbindung und für Sanitärinstallationen. So zeigen die Kurvenverläufe nicht mehr so enthusiastisch nach oben wie vor der Wirtschaftskrise beginnend 2008. Die Sanierung ist dabei in einigen Ländern ein immer entscheidenderer Faktor. Gerade in Länder mit sehr schwacher Bautätigkeit zeigt sich das wie z.B. in Spanien. Hier gehen verschiedene spanische Studien sogar davon aus, dass deutlich mehr Geld in Sanierung und Modernisierung als in den Neubau fließt.

Positiv ist aber, dass die negativen Kurvenverläufe der Krisenjahre 2008 und 2009 sich nicht weiter fortgesetzt haben. Traurige Ausnahme ist dabei das Kupferrohr, das unter einer immensen Rohmaterialverteuerung zu leiden hatte. Jüngstes Negativ Beispiel dieser Entwicklung sind sich die Unternehmensmeldungen rund um die KME-Gruppe. Es sieht aber so aus, als würde sich die Talfahrt massiv abbremsen und in einigen Ländern die Talsohle erreicht sein. Da aber der Rohstoffpreis der Spekulation unterliegt, ist das mit den Rohrverbräuchen in den nächsten Jahren auch nur sehr schwer einzuschätzen.