„Integrierter PRESSfitting“ oder „automatisch pressender STECKfitting“?

Die von Uponor für die ISH angekündigte Neuheit in der Verbindungstechnik ist ein werkzeugloser Fitting, der integrierte Pressfitting. Das Rohr wird nach dem Abschneiden kalibriert und beim Einstecken in den Fitting löst sich ein Sicherheitsspin der wiederum das Verpressen auslöst.

Die Fittingtechnologie ist nicht neu. Entwickelt wurde sie ursprünglich in Japan für die Automobilindustrie. Die spanische Firma Blansol hat bereits auf der Climatization Madrid im Februar 2009 unter dem Namen ix-Press einen „werkzeuglosen Fitting“ vorgestellt. Dieser funktioniert laut Prospekt folgendermaßen: „Beim Einschieben des Rohres in den Fitting, springt das Hindernis heraus und die Halterungshülse “ix…Press” verbindet mit absoluter Sicherheit das Rohr.“ Er wird als „sicherer als traditionelle Fittings“ gepriesen. Der Blansol Fitting wird sowohl für PEX als auch Metallverbundrohre angeboten.

Dieser Fitting wurde im Sommer 2009 auch kurzfristig in Deutschland über Zewotherm vertrieben (siehe KWD-SHK1400 vom August 2009). Hier wurde er „automatisch pressender Steckfitting“ genannt und so beschrieben: „Beim Einschieben des Rohres in den Fitting springt ein metallischer Pressring im Inneren des Steckfittings heraus und presst das Rohr vollkommen dicht und unlösbar auf den Stützkörper des Fittings.“ Angeboten wurde er bei Zewotherm für Metallverbundrohre. Allerdings wurde dieser von Zewotherm kurze Zeit später ohne weitere Stellungnahme aus dem Angebot gestrichen.

Interessant ist diese Technologie in jedem Fall, in Deutschland aber konnte er sich bis jetzt nicht durchsetzen. Uponor hat den Fitting weiterentwickelt und in sein Fittingprogramm integriert, die Uponor Farbkodierung und Verpresst-Kennzeichnung wurden beim integrierten Pressfitting entsprechend übernommen. Das Interesse sei groß gewesen, insofern wird dieser Fitting in Deutschland sicher auch bald eine Rolle spielen.